Dr. Christian Schwarz - Landarzt mit Hausapotheke ÖÄK-Fortbildungsdiplom - Sachverständiger für Führerscheinfragen Referatsleiter für IT und Telemedizin der Nö Ärztekammer

A-3281 Oberndorf a.d. Melk,  Birkenweg 10, Tel 07483-335

Physiotherapie - Physikalische Therapie

Sprachlich stammen die Begriffe Physiotherapie und physikalische Therapie vom griechischen Wort Physis (= Natur) ab. Grundprinzip der Physiotherapie ist es, auf den Organismus Reize auszuüben, die in seiner natürlichen Umwelt bereits vorhanden sind. Solche Reize können z. B. die Einwirkung von Wärme oder Kälte sein oder die Ausführung bestimmter aktiver oder passiver Bewegungen. Alle diese Reize, also Wärme, Kälte und Bewegungen kennt der Organismus bereits aus dem Alltag. Im Unterschied dazu wirken diese Reize in der Physiotherapie jedoch nicht zufällig und ungezielt auf den Organismus ein, sondern bewusst gesteuert und zielgerichtet. Ein Beispiel dafür ist die örtliche Anwendung von Kälte bei Entzündungsvorgängen. Schließlich müssen Reize einen Zweck erfüllen bzw. einem therapeutischen Ziel dienen: Sie sollen eine aktive Antwort des Organismus hervorrufen. Diese Antworten stammen aus dem natürlichen Spektrum der körperlichen Reaktionen. Ganz automatisch antwortet beispielsweise die Haut auf einen Kältereiz zunächst mit Blässe, später reaktiv mit Röte und Erwärmung. Solche natürlichen Reaktionen steuert das unwillkürliche Nervensystem. Muss es immer wieder auf denselben Reiz antworten, wird sich in seiner Antwort früher oder später etwas verändern. Um therapeutisch wirksam zu werden, muss der Reiz jedoch mehr als einmal einwirken - er muss möglichst serien-, d. h. kurmäßig, zum Einsatz kommen. Neben der direkten Antwort und der Veränderung dieser Antwort im Laufe der Zeit haben die physiotherapeutischen verfahren meist auch noch indirekte Wirkungen. So kann z. B. die wiederholte Anwendung von Wärme- und Kältereizen im Wechsel den Körper gegen Erkältungen abhärten

Leider sind alle Formen der Physiotherapie in Ihren Krankenkassenverträgen - was die Bezahlung betrifft - extrem unterrepräsentiert. Das geht so weit, dass man nachweislich feststellen kann, dass die Dienstleistung "Physiotherapie" in der ärztlichen Kassenvertragspraxis zwar einen sehr hohen medizinischen Stellenwert haben sollte, der durch die nichtkostendeckenden(!) Honorierungen seitens der Krankenkassen nur als - praktisch unentgeltliche - Serviceleistung seitens ihres (Haus)arztes angesehen werden kann. Wenn Sie als Patient aufgrund ihrer Beschwerden also in den Genuss dieser Behandlung kommen können, ersuchen wir sie strikt ihre Termine einzuhalten. Ein einmaliges unentschuldigtes Fernbleiben hat eine Beendigung ihrer Therapieserie zur Folge, denn viele andere kranke Menschen sind "heiß" auf einen Termin 

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Im Herbst 2008 haben wir der Physiotherapie ein neues "Gesicht" gegeben:
hier ein "vorher" und ein "nachher" - wie gefällt sie Ihnen?

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